Workshop an der SFEM-Tagung 15./16.11.2007 - Tag 2
Bericht zu den Resultaten des Workshops nach dem 2. Tag
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Orientierung bieten in Lern-Portfolios – Kompetenzraster als GPS fürs Lernen
lernenzwei, Zürich, Andy Hediger und Yvonne Vignoli
Workshop-Resultat 1: Begleitforschung und Weiterbildung fördern
Für die künftige Entwicklung von Lern-Portfolioprozessen an Schulen und in der Praxis sind Begleitforschung und Weiterbildung zu fördern, welche den beteiligten Partnern ermöglichen, im Dialog die erforderliche Struktur und Qualität von Lern-Portfolios auszuhandeln und aufzubauen.
Begründung: Lernbegleitung hat einen wichtigen Stellenwert bei der Erarbeitung und Rezeption von Lern-Portfolios. Einerseits werden Lernende im Lauf des Lernprozesses dabei unterstützt, ihre Kompetenzprofile lesbar zu machen, anderseits müssen Beurteilende im Praxisfeld lernen, wie sie Lern-Portfolios so lesen, dass sie sich ein sinnvolles Vermittlungskonzept zwischen Anforderungen der Praxis und den mitgebrachten Kompetenzen bilden können. Portfolios stehen immer in einem kommunikativen Kontext und dienen dazu, Kompetenzprofile im Gespräch zwischen Lernenden und Beurteilenden zu verhandeln. Die Bedeutung von vorhandenem Wissen und Können wird stets in Bezug zur Praxis ausgehandelt, unabhängig von der Art des Portfolios. Ein Lern-Portfolio entsteht in einem Reflexionsprozess, bei dem Lernende sich Rechenschaft über ihren Kompetenzerwerb geben und diesen dokumentieren. Nach Aussen kann das Portfolio die Funktion eines Begleitinstruments übernehmen bei Einstellungs- und Qualifizierungs-Prozessen. Hier zeigt das Portfolio je nach Situation und Anforderungen aus der Praxis nur gewisse Ausschnitte, mit verschiedenen «Views» können die Lernenden unterschiedlichen Zielgruppen Zugang zu ihrem Portfolio geben.
Workshop-Resultat 2: Kompetenzbeschrieb in Kompetenzrastern realisieren
Der Beschrieb von Kompetenz-Standards mit Bezug zu Praxissituationen ist eine wichtige Aufgabe, die von den betroffenen Praktikern zusammen mit didaktischen Experten geleistet werden muss. Die konkreten Aufträge für Formulierung von Kompetenzrastern zu bestimmten Berufsfeldern stehen an, werden für einige wenige Felder bereits umgesetzt. Eine Vernetzung dieser verschiedenen Projekte trägt zur breiten Qualitätssicherung bei und sollte gestärkt werden.
Begründung: Als Orientierung zu Lernen und Lernbegleitung dienen Kompetenzraster. Sie geben Leitlinien für die realisierbaren Kompetenzstufen vor. In Kompetenzrastern wird das jeweilige Praxisfeld abgebildet, nach dem Vorbild des Europäischen Sprachenportfolio für Fremdsprachenlernen. Um eine Verständigung zu ermöglichen, orientieren sich Kompetenzraster an Standards aus der Praxis. Die Formulierung von Kompetenzrastern geschieht im Auftrag übergeordneter Institutionen und Verbände, idealerweise in nationaler und internationaler Zusammenarbeit. Hier leisten Initiativen, wie das Projekt «Validierung von Bildungsleistungen» des Bundesamts für Bildung und Technologie wertvolle Vorarbeit.




Kommentare
Soeben habe auch ich meine Nachlese zum SFEM 2007 abgeschlossen. Auf einem bodensee edublog unter http://edublog-phr.kaywa.ch finden sich allgemeine Hinweise zum Forum. Meine Eindrücke zu Workshop: Orientierung bieten in Lernportfolios - Kompetenzraster fürs Lernen habe ich auf meinem e-portfolio blog unter http://e-portfolio.kaywa.ch beschrieben. Ich danke euch für die interessanten zwei Workshop-Tage!
Herzliche Grüsse vom Bodensee
Martin